Anthroposophische Arzneimittel

Anthroposophische Heilmittel sind ganzheitlich konzipierte Kompositionen aus Grundstoffen mineralischen, pflanzlichen oder tierischen Ursprungs. Aber nicht nur die Inhaltsstoffe, auch die Art der Verarbeitung spielt eine entscheidende Rolle bei der Herstellung: Verschiedene Produktionsverfahren sind auf die Wirkungsweise der vier Wesensglieder abgestimmt. Je nach gewünschter Wirkung wird eine Natursubstanz also beispielsweise verfestigt, verflüssigt, destilliert, extrahiert, rhythmisiert oder verbrannt.

Auch die Form des Heilmittels - ob Tablette, Tropfen, Salbe, Pulver oder Injektionslösung - weist eine Beziehung zu demjenigen Wesensglied auf, bei dem die Heilung ansetzen soll. Bekannte anthroposophische Heilmittel sind Mistelpräparate zur Krebsbehandlung sowie weitere Pflanzenpräparate, Arzneimittelkombinationen aus homöopathischen Präparaten, vegetabilisierte (mit Pflanzen aufgeschlossene) Metalle, Metallsalben sowie Öle und Tinkturen für Wickel, Einreibungen und Bäder.

Anthroposophische Arzneien sprechen die Selbstheilungskräfte an und unterstützen gezielt natürliche Lebensprozesse. Sie werden daher nicht nur in der ärztlichen Therapie eingesetzt, sondern eignen sich grösstenteils auch für die Selbstmedikation.