Heileurythmie

Die Heileurythmie, von Rudolf Steiner weiterentwickelt aus der Eurythmie, kann im weitesten Sinn als Bewegungstherapie bezeichnet werden. Patientin oder Patient setzen dabei Klänge, Laute und Sprache in Gesten um: Differenzierte Bewegungsabläufe regen Prozesse an, die den Vorgängen im gesunden Organismus entsprechen; die individuell zusammengestellten Übungsreihen unterstützen Körper, Seele und Geist dabei, zu ihrem ursprünglichen Gleichgewicht zurückzufinden.

Die Übungen werden mit Händen, Armen, Füssen und Beinen ausgeführt, sie können Schritte und Sprünge einschliessen und auch im Sitzen oder Liegen vollzogen werden. Sie wirken anregend oder beruhigend, kräftigend oder ausgleichend: Heileurythmie kann bei einem breiten Spektrum von Beschwerden eingesetzt werden, seien sie körperlicher, motorischer oder psychischer Natur.

Heileurythmie wird nur auf ärztliche Verordnung gegeben; Arzt, Therapeut und Patient arbeiten im Verlauf des Gesundungsprozesses zusammen. Sie findet in der Regel als Einzeltherapie statt und folgt einem persönlichen Therapieplan, der je nach betroffenem Organ, Erkrankungsverlauf, Konstitution und seelischer Verfassung aufgestellt wird.